Meine rechtsgedanklichen Störungen

Arge Vorsicht ist geboten. Ich spüre nämlich, dass ich rechtsgedankliche Störungen habe, und ich weiß gar nicht, woher diese kommen. Eigentlich ist doch alles dufte, und Deutschland ist so reich, dass es ohne Probleme 8 Milliarden Flüchtlinge aufnehmen könnte. Deshalb gibt es doch auch keine Aufnahmegrenze. So viele würden niemals kommen, aber wenn doch: Kein Problem. Die Regierung ist doch nicht blöd.

Hinzu kommt natürlich die Schuld des Zweiten Weltkriegs. Das können wir nicht vergessen. Wir sollten noch bis zum Jahr 3000 immer wieder daran erinnern, dass wir eine Schuld mit und in uns tragen und uns als Wiedergutmachung überall gut, übermenschlich positiv und finanziell gönnerhaft zeigen müssen. Nur so können wir die Schuld tilgen, die man nie tilgen kann. Die Flüchtlinge sind eine tolle Chance, dass wir ein wenig dieser Schuld abtragen.

Aber wieso nur bis zum Jahr 3000? Was schreibe ich da? Die rechtsgedanklichen Störungen sind schon wieder da. Das muss natürlich immer gelten. Schuld hat kein Ablaufdatum.

Wisst ihr, wo meine Störungen immer wieder besonders intensiv ausschlagen? Wenn ich in der Zeitung oder im Internet von einer barbarischen Tat lese und dann fast immer ein Flüchtling der Täter ist.

Zuerst wiegele ich natürlich ab, gehe von einem ganz normalen Deutschen aus, und dann war es doch wieder ein Migrant. Nun habe ich eigentlich gelernt, dass, wenn es eine Polizeimeldung gibt und von einer Gruppe oder einem Messer die Rede ist, es sich um importierte Gewalt handelt, aber den Zusammenhang zu erkennen oder sogar darüber zu reden, ist äußerst rechts und ekelhaft. Ich weiß das natürlich selbst und schelte mich ordentlich dafür.

Hierzu habe ich in meinem Keller einen kleinen Schemel, und daneben liegen lange Stofffetzen einer Regenbogenflagge. Ich habe Nägel an die Enden gefriemelt und gebe mir für jeden rechten Gedanken immer ein paar Geißelungspeitschen. In einem Notizbuch notiere ich meine Gedanken. Dieses liegt dann immer aufgeschlagen vor mir.

Ich möchte auch gar nicht der Regierung die Schuld geben, und den Migranten schon gar nicht. Klar, letztere kommen aus Gebieten und Kulturen, in denen Frauen eine sehr untergeordnete Rolle spielen und in denen es keinerlei Wissenschaft oder Toleranz gibt, aber was können die Menschen dafür? Sie sind anders geprägt und durch dortige Kriege auch verroht und bringen logischerweise auch Gewalt mit. Aber wieso das benennen oder verhindern?

Wir sind doch alle nur Menschen. Schwierige Themen bringe ich immer ins Kleine, um dem Ganzen entgegenzufühlen.

Würde ich wahllos Menschen aus einem Kriegsgebiet in meine Wohnung hineinnehmen und denken, dass meine Ehefrau nicht angegangen wird, mein Kühlschrank voll bleibt und meine Brieftasche nicht angerührt wird? Natürlich!

Würde ich Regeln in meiner Wohnung einführen, damit sich die Gäste super fühlen? Klar. Würde ich ihren Glauben nicht nur tolerieren, sondern ihn auch bestärken? Logisch.

Auf meinem Klingelschild würde „Kalifat Moschdehner“ stehen.

Peter Scholl-Latour hat einmal gesagt: „Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta“. Das ist natürlich Quatsch, weil gerade die muslimischen Flüchtlinge, die nicht aus Kriegsgebieten kommen, sich unbedingt integrieren wollen.

In der Zeitung gab es vor Jahren noch immer Meldungen von Flüchtlingen, die Brieftaschen gefunden und ins Fundbüro gebracht haben. Es sind Ehrenmänner. Durch und durch. Die Messer, die sie stets bei sich tragen, sind auch einfach nur kulturbedingt und sagen nichts über die Seele der Menschen aus.

Denke eh, dass die Polizei all die Gruppenvergewaltigungen von Urdeutschen gar nicht erst in die Presse gibt und gerade die Meldungen über Flüchtlinge viel zu groß macht.

Warum sollten Menschen aus Kriegsgebieten oder gesellschaftlich desolaten Gebieten einen Schatten mit sich führen? Das ist doch vollkommener Quatsch.

Wollte auch nur kurz etwas zu meinen Störungen schreiben. Wird wahrscheinlich auch wieder weniger, wenn ich ausgewandert bin.

Möchte Deutschland nämlich nicht mit mir belasten. Bin zu dolle Nazi.

Habt ein gutes Wochenende.

Robert

1 Kommentar

  1. Ich habe auch einen Rechtstumor. Ich mag irgendwie und rein aus dem Bauchgefühl heraus kein Kalifat. Und Leute, die für ein Kalifat demonstrieren, erinnern mich irgendwie, ich kann es nicht begründen, es ist nur so ein Bauchgefühl, an Leute, die andere Leute vor laufender Kamera mit dem. Schwert köpfen. Ja, es ist etwas hellbraun, mein Bauchgefühl, und ich versuche es auch ganz ehrlich abzustellen, aber es gelingt mir nicht, Gott möge mich züchtigen!

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