Stellen wir uns doch einfach einmal vor, Deutschland wäre eine Wohnung.
Keine perfekte Wohnung. Es zieht an manchen Fenstern, einige Leitungen sind alt, in manchen Zimmern wurde schlecht gestrichen. Aber es ist doch eine feine, schnuckelige Butze. Eine, an der Generationen gearbeitet, gespart, gebaut, gestritten, repariert und bezahlt haben.
Wer für diese Wohnung zuständig ist, hat eine absolute Pflicht: Er muss auf die achten, die darin leben und sich eingebracht haben. Auf deren Sicherheit, Wohlstand und auch die Zukunft.
Er darf nicht jeden blindlings hereinlassen, nur weil dieser draußen klopft. Er darf nicht jeden aufnehmen, nur weil er Mitleid empfindet. Er ist denen verpflichtet, die mit ihm eine Gemeinschaft bilden, und muss diese schützen.
Wenn ich vorher weiß, dass jemand Gewalt verharmlost, Frauen nicht achtet, Religion über Recht stellt, Eigentum nicht respektiert, den Hausherrn verachtet oder schon in anderen Häusern immer wieder Ärger gemacht hat, dann lasse ich ihn nicht hinein. Logisch.
Nicht, weil ich Nazi bin, sondern weil ich verantwortlich bin.
Man würde im Privaten nie so handeln.
Niemand würde sagen: „Ich weiß, diese Leute bringen Probleme mit sich, aber ich öffne trotzdem meine Tür.“
Niemand würde sagen: „Vielleicht mögen sie unsere Regeln nicht, vielleicht verachten sie unsere Art zu leben, vielleicht bringen sie Konflikte mit, aber wir müssen es versuchen.“
Nein. Man würde vorsichtig sein. Man würde prüfen. Man würde auswählen. Man würde ablehnen, wenn das Risiko zu groß ist.
Und genau das müsste doch ein Staat auch tun.
Deutschland ist keine Bahnhofshalle. Deutschland ist keine moralische Notunterkunft für die Welt. Deutschland ist die gemeinsame Wohnung seiner Bürger.
Wer hineinwill, muss beweisen, dass er zu diesem Haus passt.
Er muss unsere Gesetze achten.
Er muss unsere Frauen achten.
Er muss unsere Sprache lernen.
Er muss arbeiten wollen.
Er muss unsere Freiheit ertragen.
Er muss unsere Ordnung respektieren.
Er muss verstehen, dass Gastrecht kein Besitzrecht ist.
Wer das nicht kann oder nicht will, gehört nicht hinein.
Das ist keine Härte. Das ist gesunder Menschenverstand.
Denn wer aus falsch verstandener Güte die Tür für alle öffnet, entscheidet nicht nur für sich selbst. Er entscheidet auch für die Kinder im Haus. Für die Alten. Für die Frauen. Für die Nachbarn. Für jene, die gar nicht gefragt wurden, aber später mit den Folgen leben müssen.
Menschlichkeit beginnt nicht damit, die eigene Wohnung preiszugeben.
Menschlichkeit beginnt mit Verantwortung.
Und Verantwortung heißt manchmal: Diese Tür bleibt zu.


