Sind Sie Hausbesitzer oder einfach nur Vermieter einer Eigentumswohnung? Dann wird dieser Text Sie sehr interessieren. Vielleicht haben Sie ja schon einige Erfahrungen mit Mietnomaden gemacht und mussten ihretwegen noch einmal mehrere Tausend Euro in Ihr festes Kapital stecken. Das ist blöd, oder?
Dieser Text soll Ihnen ein wenig Sicherheit geben. Sehen Sie ihn als Mietnomadenhammer, aber keine Angst, Sie sollen diese Menschen ja nicht verbrennen. Dabei würde Ihnen am Ende noch die eigene Wohnung draufgehen. Viel eher zeigt dieser Text Gewohnheiten auf, die man für sich nutzen kann.
Wie entstehen diese Nomaden? Das lässt sich nicht an drei Fingern festringen. Es sind Menschen, denen irgendwann alles egal wird und die diese Egalhaltung dann exzessiv ausleben. Ihnen ist egal, dass keiner den Müll rausbringt, die Miete bezahlt, die Wohnung verranzt oder der Vermieter mit Gewalttätigkeiten droht. Mit Letzterem verliert man ohnehin sein eigenes Gesicht, und von Gewalt ist sowieso abzuraten. Denn was ist, wenn diese Nomaden größere, stärkere und brutalere Nomaden kennen? Unterschichtschläger, die gern einmal einem Vermieter die Schädelschatulle auseinanderbolzen wollen. Vielleicht sogar Wohnungslose, die den Vermietern die Schuld daran geben, dass sie auf der Straße leben. Und solche Straßenkater haben oft ziemlich drahtige Fausteumel an den Armen kleben.
Mietnomaden rechnen ja damit, dass sie von Ihnen irgendwann herausgeworfen werden. Eigentlich leben sie erst einmal ganz normal, merken dann irgendwann, dass sie die Miete schon zum dritten Mal versoffen haben, rechnen im Kopf kurz Verschulden und Konsequenz zusammen und wissen, dass sie bald raus müssen. Und genau in diesem Moment leben sie anders. Dann wird der Tisch nicht mehr aufgeräumt, sondern nur noch abgeschoben, und wenn mal ein Pavianaffe zufällig im Flur stirbt und zum Madenvergnügungspark wird, legt man einfach eine Lage Toilettenpapier darüber und gut ist. Natürlich benutztes Toilettenpapier. Das Klo ist nämlich längst mit Bierdosen verstopft, und die Fäkalien liegen entweder im Innenhof oder in der Badewanne.
Diesen ganzen Schmutz und dieses ganze Unschöne erzeugen sie sich selbst, damit ihnen das Wegziehen nicht so schwerfällt. Meist sind sie ohnehin schon weg, wenn der Vermieter mit Räumkommando und Gerichtsvollzieher kommt. Dann heißt es: Kissen vor den Mund und sichten. Manchmal werden sogar Polizisten gerufen, weil irgendwer denkt, die Mieter lägen wegen des Gestanks irgendwo tot herum, aber dann findet man nur eine Gefriertruhe, die wegen der Stromsperrung angefangen hat aufzuquellen.
Was glauben Sie, würde passieren, wenn Sie auf diese Nichtmietzahlung nicht reagieren? Wenn Ihr „Ich schmeiß sie raus Brief“ jetzt nicht genau diesen Mechanismus in Gang setzt? Genau. Ihre Wohnung bleibt in einem Stück und unlädiert. Natürlich wird Ihnen das die Miete nicht einbringen, aber wenn Sie wissen, dass diese ohnehin nicht mehr kommt, dann können Sie doch wenigstens Ihre Wohnung heil lassen. Es liegt an Ihnen. Entweder für immer kein Geld oder kaputte Wohnung.
Eine bessere Alternative, um lästige No Maden loszuwerden, ist es, ihnen das Fernsehkabel zu kappen. Fernsehen ist die einzige Monopolmacht im Leben eines Mietnomaden. Er würde niemals seinen Fernseher in einer Wohnung zurücklassen oder länger in einer Wohnung bleiben, wenn er dort kein Programm mehr empfängt.
Mietnomaden sind ausnahmslos arbeitslos und haben die sprichwörtliche Antipathie gegen Betätigung an sich. Vergleichbar mit Ratten, die vor Katzen Angst haben. Oder Flaschensuchern vor anderen Flaschensuchern. Nehmen wir das doch einmal als Beispiel.
Stellen Sie sich vor, Sie würden in eine Wohnung, in der bereits ein Flaschensucher lebt, acht weitere Flaschensucher einquartieren. Glauben Sie, dass der dann dort wohnen bleiben würde? Mitnichten. Natürlich können Sie keine anderen Menschen einfach irgendwo einquartieren, aber Sie können die Arbeit in die Wohnung bringen. Seien Sie kreativ. Lassen Sie die Lichtschalter sanieren oder was auch immer.
Viel, viel einfacher ist es jedoch, gar keine Mietnomaden erst einziehen zu lassen, und deshalb braucht man ein paar Hilfsmittel, um in die Vergangenheit der Leute zu schauen. Schufaeinträge abrufen, Führungszeugnis, Stuhlgangprobe und so weiter. Manche Vermieter treffen sich zum ersten Gespräch sogar in der Wohnung der Leute, die eine von ihnen haben wollen. So sollte es auch gemacht werden.
So, und jetzt muss ich mal ein wenig in die Ecke scheißen. Wassergeld sparen.
